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21. Januar 2026

NEUMAYER unterstützt ehrenamtliches Engagement der Mitarbeitenden

Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Gerade im Bevölkerungsschutz, beispielsweise bei der Feuerwehr, den Rettungsdiensten oder den Hilfsorganisationen, ist dieses Engagement unverzichtbar. Umso wichtiger ist es deshalb, dass sich ehrenamtlicher Einsatz und beruflicher Alltag vereinbaren lassen.

Im Jahr 2024 wurde die Richard Neumayer GmbH vom Land Baden-Württemberg als ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung würdigt das Land Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden aktiv dabei unterstützen, sich ehrenamtlich zu engagieren, beispielsweise durch flexible Freistellungen bei Einsätzen oder die Unterstützung von Aus- und Weiterbildungen. Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl betonte bei der Verleihung, dass Ehrenamt und Wirtschaft zusammengehören. Ohne freiwilliges Engagement sei insbesondere im Bevölkerungsschutz kein Staat zu machen. Werte wie Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Teamgeist sind die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft – und genau diese Werte werden im Ehrenamt täglich gelebt.

Für Neumayer ist die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements selbstverständlich. Geschäftsführer Thomas Armbruster kennt den Einsatz aus eigener Erfahrung: Als ehemaliges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr weiß er, welchen Beitrag Rettungs- und Hilfsdienste für die Sicherheit unserer Gesellschaft leisten – für Unternehmen ebenso wie für Familien.

Der Leitsatz der Feuerwehren “Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ bringt diese Verantwortung auf den Punkt. Wer bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen, verdient Rückhalt. Ehrenamt stärkt die Gemeinschaft – und macht unsere Gesellschaft insgesamt widerstandsfähiger.


So unterstützen wir unsere Mitarbeitenden

Mitarbeitende, die sich im Bevölkerungsschutz engagieren, werden für Einsätze freigestellt. Der gesetzlich geregelte Verdienstausfall wird ihnen gutgeschrieben. Für Aus- und Weiterbildungen im Ehrenamt (auch in Bereichen wie Sport, Musik, Kultur etc.) gewähren wir in der Regel Bildungsurlaub.

Darüber hinaus gibt es gemeinschaftliche Aktivitäten. Beispiele dafür, wie Engagement auch im Team gelebt wird, sind Feuerwehrübungen auf dem Werksgelände oder die Teilnahme unserer Auszubildenden am World Clean Up Day in Hausach.

Auch die Geschäftsführung bringt sich ein: So engagiert sich Dirk A. Neumayer im Industrieverband Massivumformung, als Beirat im wvib Schwarzwald und im Vorstand des Hausacher LeseLenz. Thomas Armbruster ist Beirat im Industrieverband Massivumformung und war selbst zehn Jahre lang aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.


Drei Ehrenamtliche im Porträt

Jochen Roser – Hausmeister

Jochen Roser engagiert sich seit vielen Jahren im Bevölkerungsschutz – lokal, regional und international. Seit 2007 ist er aktives Mitglied der Feuerwehr Zell am Harmersbach und seit 2023 auch der Jugendfeuerwehr. Als sogenannter Gastausrücker unterstützt er außerdem die Feuerwehr Hausach. Darüber hinaus ist er seit 2020 im internationalen Katastrophenschutz von @fire aktiv, mit den Schwerpunkten Vegetationsbrandbekämpfung und Trümmerrettung.

Seine Motivation ist es, helfen zu können, wenn andere in Not sind. Hinzu kommt der Wunsch, sich fachlich weiterzuentwickeln und immer wieder neue Herausforderungen anzunehmen. Denn die Einsätze sind vielfältig. Sie reichen vom klassischen Feuerwehreinsatz bei Verkehrsunfällen oder Bränden bis hin zu großflächigen Katastrophenlagen im In- und Ausland, die über Tage oder Wochen andauern können.

Besonders prägend war für ihn der Einsatz beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz im Jahr 2022, bei dem die Einsatzkräfte vier Tage lang mit einfachsten Handwerkzeugen gegen das Feuer kämpften. Sehr bewegt hat ihn der große Rückhalt aus der Bevölkerung, der bis hin zu Dankesbannern in Fußballstadien reichte.

Die Organisation von Beruf und Ehrenamt erfordert viel Abstimmung. Umso wichtiger ist für ihn eine offene Kommunikation im Unternehmen. Die im Ehrenamt erlernten Fähigkeiten – Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit und klare Kommunikation – wirken sich auch im Arbeitsalltag positiv aus. Umgekehrt bringt er sein technisches Verständnis und seine strukturierte Arbeitsweise aus dem Beruf in die Einsatzarbeit ein.

Sandra Wöhrle – Finanzbuchhaltung

Sandra Wöhrle war von 2019 bis 2023 als Jugendschöffin am Jugendschöffengericht Offenburg tätig und ist seit 2024 Schöffin am Amtsgericht Offenburg. Ihre Motivation für dieses Ehrenamt ist geprägt von Interesse und Verantwortungsbewusstsein. Sie möchte verstehen, warum Gerichte, Richterinnen oder Richter Entscheidungen so treffen, wie sie getroffen werden – auch dann, wenn diese nicht dem eigenen Bauchgefühl entsprechen. “Es geht darum, Sachverhalte einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und Entscheidungen auf einer fundierten Grundlage zu treffen”, sagt sie. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Fall aus ihrer Zeit als Jugendschöffin: Ein jugendlicher Straftäter, der bereits im Alter von elf Jahren tagelang allein unterwegs war, ohne Halt durch sein familiäres Umfeld. Diese Erfahrung hat ihr gezeigt, wie komplex Lebenssituationen sein können und dass hinter einer Tat oft eine lange Geschichte steht.

Aus dem Ehrenamt nimmt sie mit, nicht vorschnell zu urteilen, Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und Entscheidungen differenziert zu bewerten. Das prägt auch ihren beruflichen Alltag.

Thimo Letzeisen – Leitung operative Logistik

Thimo Letzeisen ist seit 2003 beim Deutschen Roten Kreuz engagiert. Für ihn ist das Ehrenamt mehr als nur ein Ausgleich. Es ist ein sinnstiftendes Hobby, das zu einem besseren Miteinander beiträgt. “Es ist mir wichtig, Menschen helfen zu können, wenn es ihnen nicht gut geht“, sagt er. Die meisten Dienste und Übungen finden in der Freizeit statt. Bei Einsätzen wägt er sorgfältig ab, ob er teilnehmen kann.

Besonders prägend war für ihn der Einsatz während der Flutkatastrophe im Ahrtal. Die Zerstörung vor Ort hat ihm eindrücklich vor Augen geführt, wie schnell vermeintliche Selbstverständlichkeiten verloren gehen können – sauberes Wasser, Strom, ein Dach über dem Kopf – und wie wichtig Menschlichkeit in solchen Situationen ist. Diese Erfahrung hat seinen Blick auf viele Dinge nachhaltig verändert.

Die im Ehrenamt erworbenen Kompetenzen begleiten ihn auch im Berufsleben. Er verfügt über Teamfähigkeit, Verantwortungsgefühl und eine ausgeprägte Sensibilität für Situationen, in denen es auf schnelles, umsichtiges Handeln ankommt. Umgekehrt bringt er seine organisatorischen Fähigkeiten aus dem Beruf in die ehrenamtliche Arbeit ein. Für ihn ist klar: Beide Bereiche profitieren voneinander.


Ehrenamt und Beruf: eine starke Verbindung

Ob bei der Feuerwehr, dem Gericht, dem Rettungsdienst, im Sport-, Musik- oder Kunstverein: Ehrenamtliches Engagement fördert Fähigkeiten, die auch im Berufsleben von zentraler Bedeutung sind. Dazu gehören Verantwortungsbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist. Gleichzeitig profitieren Ehrenämter vom fachlichen Know-how, der Organisationserfahrung und dem Sicherheitsbewusstsein, das in der beruflichen Tätigkeit erworben wurde. Mitarbeitende, die Verantwortung übernehmen, stärken somit nicht nur die Gesellschaft, sondern auch das Unternehmen. Deshalb unterstützen wir dieses Engagement aus Überzeugung.

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