Initiative massiver Leichtbau

Leicht mit massivumgeformten Bauteilen aus Stahl in die automobile Zukunft

 

Das Gewicht von Fahrzeugen weiter zu reduzieren ist eine der entscheidenden Herausforderungen für die Automobilindustrie im beginnenden 21. Jahrhundert. Denn weniger Gewicht bedeutet geringere CO2-Emissionen sowie bessere Material- und Ressourceneffizienz. Stahl behält dabei eine zentrale Rolle dank seiner Leichtbauqualitäten. Zusammen mit Unternehmen aus Westeuropa, Japan und den USA widmen wir uns dem Leichtbaupotential von Hybridfahrzeugen und schweren Lkws in Antriebsstrang, Fahrwerk und Getriebe. Die Ergebnisse werden im Frühsommer 2018 vorliegen. Es ist der Start der dritten Phase der Initiative Massiver Leichtbau, die ihren Anfang 2013 nahm.  

Initiative Massiver Leichtbau Phase II LNfz

Der Kooperation gehörten 15 Unternehmen der Massivumformung, zehn Firmen der Stahlindustrie (Langprodukte-Hersteller) und ein Ingenieurdienstleister an. Die Initiative hat 2015/2016 in dieser Phase II Leichtbaupotenzial von 99 kg eines leichten Nutzfahrzeugs (Carrier) gemeinsam erarbeitet. Die Initiative besteht weiter fort, die erarbeiteten Ergebnisse werden auch zukünftig gemeinsam mit den Konstrukteuren und Entwicklern bei den OEMs auf Umsetzung geprüft.

Massiver Leichtbau geht international – Dritte Phase der Initiative Massiver Leichtbau ist gestartet

Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Initiative unter Federführung des Industrieverbands Massivumformung e. V. und des Stahlinstituts VDEh seit fast fünf Jahren wird nun in der Projektphase III mit rund 40 internationalen Partnern weitergeführt. Untersucht wird u. a. das Leichtbaupotenzial massiv umgeformter Komponenten in Antriebsstrang und Fahrwerk eines Hybrid-Pkw, eine Fahrzeuggattung, die in den nächsten Jahren bis zur vollständigen Elektrifizierung der Pkw stark wachsende Bedeutung erlangen wird. Ferner wird als ein weiterer Schwerpunkt der Fokus auf das Getriebe und den Antriebsstrang mit Kardanwelle und Differential eines schweren Nutzfahrzeugs (Lkw) gelegt. Ebenso werden durch begleitende Getriebestudien die primären und sekundären Effekte des Leichtbaus für die Getriebe des Hybridfahrzeugs sowie des Lkws ermittelt. Eine weitere Studie klärt die Frage, welche Informationen zur Einführung von neu entwickelten höherfesten Getriebestählen beim Anwender erforderlich sind.